Vom Holzfass zur High-Tech-Komponente.

1936

Im Jahre 1936 nahm der Schäfflermeister Georg Reich sen. in Landsberg am Lech die Fertigung von damals dringend benötigten Fässern und Wannen aus Holz auf. Schnell machte bei den Bauern der Gegend die Qualität der eisenbereiften Gefäße und Tröge von sich Reden, die Nachfrage stieg. Mit den Jahren wurden größere Fässer benötigt, die jedoch nur schwer zu handhaben waren.

 

1950

Erst ab 1950 war man in der Lage, mit Hilfe des neuen Werkstoffes Kunststoff, der mit Glasfasern verstärkt wird, im Handauflegeverfahren größere einfache Formen herzustellen. Es wurde in Landsberg mit der Serienfertigung von Silodächern bis zu fünf Metern Durchmesser begonnen. Mit der Einführung des Wickelverfahrens liessen sich jetzt auch Jauchefässer mit einem Fassungsvermögen bis 10.000 Liter realisieren.

 

1970

1970 wurde die Fertigung unterirdischer Heizöltanks begonnen. Gegen Ende der Ölkrise fiel die Entscheidung, die Produktion auf Weintanks und Mischbehälter umzustellen.

 

1980

Im Jahr 1980 wird die neue Wickeleinheit installiert. Mit diesem Zeitpunkt ist endlich die Herstellung von Rohren bis zu 3.000 mm Durchmesser möglich. Die überwachte Fertigung ist in der Lage, Industrietanks und Behälter nach Kundenwunsch bis 100.000 Liter Fassungsvermögen und großvolumige Silos bis zu 100m³ und darüber zu produzieren.

 

1985

1985 wird die Produktion von Tanks, Silos und Sole-Pumpanlagen für den Winterdienst von Kommunen und Straßenmeistereien aufgenommen, Eigenentwicklung und Patente bringen die Marktführerschaft in diesem Segment.

Zu den zahlreichen Neuentwicklungen gehören u.a. doppelwandige Lagertanks mit Leckwarneinrichtungen.

1990

Die Herstellung von Steusalzsilos bis 100m³ für Kommunen und Straßenmeistereien wird aufgenommen. Parallel laufen Neuentwicklungen doppelwandiger Lagertanks mit Leckwarneinrichtung an. Dazu kommt die Fertigung von Filterbehältern mit Durchmessern von 800 bis 3.200 mm für Schwimmbäder und die Produktion von Tankanlagen für Flüssigdünger mit Kapazitäten von 50 bis 100.000 Liter.

 

1998

Das Unternehmen bezieht ein neues Firmengebäude in Pürgen, gleich vor den Toren von Landsberg. Die Produktionsfläche mit 3300m² garantiert einen optimierten Produktionsablauf. Somit sind die Weichen für die Herausforderungen der nahen Zukunft gestellt.

 

2003

Der Markt und die Anforderungen der Kunden an uns wachsen. Daher haben wir uns im Jahr 2003 entschieden, unsere Leistungsfähigkeit durch die Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros weiter zu steigern, um z.B. noch effizientere Steuereinheiten für Systemkomponenten anbieten zu können.

 

2004

Das Jahr 2004 war der Startschuss für einen neuen Produktionsschwerpunkt: Apparatebau und Wäscher. Seit diesem Zeitpunkt planen und realisieren wir sehr erfolgreich gemeinsam mit unseren Partnern Industrieprojekte im gesamten Bundesgebiet.

 

2010

Die Geschäftsführung wechselt. Nach über 40 Jahren als Geschäftsführer übergibt Herr Georg Reich die Geschäftsführung an den Unternehmensberater Ralph Breiltgens.

2011

Mit Jahresbeginn startet die Umstellung auf die Konstruktion in 3D (solid works).

 

2015

Im Februar 2015 meldet die Kunststoffverarbeitung Reich GmbH infolge der Insolvenz eines Großkunden ein Eigenverwaltungsverfahren an und startet unmittelbar die Sanierung.

2017

Das Eigenverwaltungsverfahren, das in 2015 beantragt und genehmigt wurde, wird als Planverfahren durchgeführt und im März 2017 erfolgreich abgeschlossen. Der Gesellschafter Georg Reich beendet seine Beteiligung im Unternehmen im Alter von 80 Jahren, seine Gesellschaftsanteile übernimmt die Bayrische Beteiligungsgesellschaft (BayBG), die als Investor ins Unternehmen einsteigt.